Wie ein Gewächshaus zum Hühnerstall wurde

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Hühner im Gewächshaus
Geflügel im Gewächshaus zur Unkrautkontrolle

Die aus dem Hühnerstall umgesiedelten Hennen scheinen grosse Freude daran zu haben sich frei im weitläufigen Gewächshaus zu bewegen und dabei die Unkräuter aus der Anzuchterde zu picken. Das Geflügel wird bei Bedarf zusätzlich gefüttert und sie schlafen auf den Heizungsrohren.

„Den Kot der Tiere nimmt man nicht wahr, wenn 14 Hennen auf einer Gewächshausfläche von 4,5 Hektar verteilt sind“, so der Betriebsinhaber.

Das Picken des Geflügels an den Blumenzwiebeln und an den Lilienblätter ist ebenfalls vernachlässigbar. Da die Lilienzwiebeln tiefer liegen als die Hühner scharren sind die Zwiebeln gut geschützt. Der Neuaustrieb wird mit Netzen geschützt und dadurch ist er für die umherstreifenden Hennen uninteressant.

„Kurz gesagt, die Hühner machen genau das, was sie tun sollen: sie entfernen das Unkraut und somit ist wesentlich weniger Herbizideinsatz nötig. Auch schön: wir haben immer frische Eier zum Frühstück“, so Gerben Ravensbergen weiter.

Alllerdings bemerkt Gerben Ravensberger das die Idee nicht von ihm stammt.  Ein Produktionsgärtner  in der Nachbarschaft hatte das Geflügel stets zwischen seinen Tomaten als geflügelte Unkrautvernichter eingesetzt. Diesen guten Einfall übernahm er dann für seine Lilienzucht. Dem Nachbarn allerdings ist aus Gründen der Hygenie die Hühnerhaltung im Gewächshaus mit Gemüseproduktion zwischenzeitlich untersagt.

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