Tipps rund um den Rasen – Aerifizieren

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Aerifizierwalze von unten gesehen
Mit Hohlstacheln Erdreich ausstechen - das Grundprinzip

Eine weitere Anwendungendung sollte diese Liste aber ergänzen – das Aerifizieren. Nachdem Vertikutieren eine weithin bekannte Anwendung zur Verbesserung des Gräserwachtums darstellt, ist das Aerifzieren eine eher unbekannte Massnahme. Vielfach wird beim Vertikutieren vom „Rasenbelüften“ gesprochen. Während bei ersterem die Filzschicht aus abgestorbenen Pflanzenteilen, Moos und anderen Rückständen entfernt wird, kann man beim Aerifizieren hingegen tatsächlich von einem Belüften der Rasenfläche sprechen.

Den Rasen aerifizieren – was ist das ?

Am häufigsten wird diese Maßnahme auf Sportplätzen angewandt. Grosse Walzen mit Hohlstacheln besetzt oder Spezialgeräte „durchlöchern“ den Rasen regelrecht bis zu einer Tiefe von 10 cm und einem Lochdurchmesser von bis zu 2 cm. Durch die Hohlstacheln wird das ausgestanzte Erdmaterial ausgeworfen. Nun wird das Material aufgenommen und die so perforierte Fläche besandet. Die entstandenen Hohlräume werden damit verfüllt. Die Anzahl der Löcher beträgt bis zu 400 Stück/qm.

Den Rasen aerifizieren – warum ?

  • Verbesserung der Wasserführung
  • Verdichtungen in stark beanspruchten Rasenflächen werden beseitigt
  • Erhöhung des Gasaustausches zwischen CO2 im Boden und Sauerstoff aus der Atmosphäre, dadurch besseres Wurzelwachstum
  • Fähigkeit zur Aufnahme von Nährstoffen durch die Wurzeln wird erhöht

aerifizieren

Den Rasen aerifizieren – so gehen Sie vor

Fragen Sie bei örtlichen Gartenmaschinenhändlern nach der Möglichkeit, ein solches Gerät zu mieten. Es gibt sie auch für den Hausgarten und das Aerifiziergerät übersteigt je nach Ausführung kaum die Grösse eines Benzinrasenmähers. Mähen Sie nun Ihren Rasen auf eine Höhe von 2 cm und fahren nun mit dem Aerifizierer über die Fläche.

Nehmen Sie das ausgestanzte Erdmaterial auf und bringen gleichmässig über die Rasenfläche trockenen Quarzsand der Körnung 0/2 aus. Die Aufwandmenge variiert natürlich nach Anzahl und Tiefe der Löcher. Man darf mit 1-5 Liter Sand auf den Quadratmeter rechnen. Aber besorgen Sie sich den Sand aus lokalen Kies- oder Sandgruben. Quarzsand verpackt aus Baumärkten würde schnell den Kostenrahmen sprengen.

Den trockenen Sand kehren Sie nun mit einem Strassenbesen oder einem Laubrechen in die Löcher ein. Sie werden erstaunt sein wie schnell der Sand vom Rasen nach unten verschwindet. Achten Sie darauf alle Hohlräume gleichmässig zu verfüllen und gönnen Sie Ihrem Rasen danach eine Wassergabe.

Das war’s ?

Richtig. Beachten Sie noch den Ausführungszeitpunkt in die Hauptwachstumszeit von Mai bis September zu legen und Sie können nach dem Aerifizieren ganz normal mit weiteren Pflegemassnahmen wie Düngung fortfahren. Eine Anwendung pro Jahr ist für den Hausgarten völlig ausreichend.

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