Was blüht da am Wegesrand?

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Wiesensalbei

1. Wiesensalbei – Salvia pratense


Die Pflanze wird bis zu 60 cm groß und hat hell- bis mittelblaue Blüten. Die aufrechten Stängel sind vierkantig und haben grundständige Blätter. Die Blütezeit reicht von Ende Mai bis in den August hinein. Eine Salbeipflanze kann mehrere Jahre alt werden.

2. Acker-Witwenblume – Knautia arvensis


Die Acker-Witwenblume ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimetern erreicht. Es ist ein Rhizom als Überdauerungsorgan vorhanden. Ihr Stängel ist rückwärts mit steifen Härchen versehen.

3. Skabiosen-Flockenblume – Centaurea scabiosa


Die Skabiosen-Flockenblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis 1,20 m erreichen kann. Sie besitzt einen kantigen, rauen Stängel, der über der Mitte aufrecht abstehende Äste ausbildet, welche jedoch nicht sparrig verzweigt sind. Die grünen und ledrigen, meist nur wenig rau behaarten Laubblätter sind fiederteilig. Die Fieder-Abschnitte sind länglich oder schmal lanzettlich geformt.

Die Einzelblüten stehen zusammen in einem einzelnen endständigen Köpfchen, welcher im Durchmesser etwa 2 cm hoch wird und bis 4 cm breit. Die Hüllblätter (s. Abb.) weisen keine Nerven auf. Die ausgefransten Anhängsel besitzen am Rand einen gezähnten oder gewimperten Saum, der relativ weit herabläuft. Die Farbe der Kronblätter variiert von dunkelpurpurn über purpurn oder hellrot bis selten sogar weiß. Die Blütezeit ist Juni bis August.

4. Wald-Storchschnabel – Geranium sylvaticum


Der Wald-Storchschnabel ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 70 Zentimetern. Die Laubblätter sind kräftig grün und fiederspaltig gelappt. Sie blüht von Mai bis Juni mit 22 bis 30 Millimeter großen dunkel bläulich- bis rötlichpurpurnen Blüten, die eine weiße Mitte haben. Die oberen Stängelteile, die Blüten und die Kelchblätter sind mit Drüsenhaaren besetzt. Je nördlicher man diese Pflanzenart in Nordosteuropa antrifft, desto häufiger findet man auch Formen mit rosafarbenen oder weißen Blüten. Die Frucht hat die typische storchschnabelartige Gestalt.

5. Wiesenknöterich – Persicaria bistorta


Der Schlangen-Knöterich ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 100 cm erreicht, mit aufrechten, unverzweigten Stängeln. Das kräftige Rhizom ist s-förmig schlangenartig gewunden, davon leitet sich auch der deutsche Trivialname ab. Die Blattspreite der Grundblätter ist oval bis länglich und wird bis 15 cm lang. Die Oberseite der Laubblätter ist dunkelgrün, die Unterseite bläulichgrün.

Die rosafarbenen Blüten sind 4 bis 5 mm lang und stehen in dichten zylindrischen Scheinähren, die etwa 2 bis 7 cm lang werden. Die Blüte besitzt acht Staubblätter und drei Griffel. Die Nussfrüchte sind dreikantig. Der Schlangenknöterich blüht von Mai bis Juli. Fruchtreife ist von August bis September.

6. Schmallblättriges Wollgras – Eriophorum angustifolium


Das Schmalblättrige Wollgras (Eriophorum angustifolium) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Die langen Blütenhüllfäden der Früchte bilden den bezeichnenden weißen Wollschopf der Wollgräser. Das Schmalblättrige Wollgras kommt in ganz Europa, im arktischen und gemäßigten Asien und Nordamerika ziemlich häufig in warmgemäßigten bis arktischen Klimazonen vom Tiefland bis in Höhenlagen von etwa 1960 Metern vor. Das Schmalblättrige Wollgras liebt mäßig basenreiche, sehr nasse, schlammige oder sandig-torfige Böden.

Es besiedelt nasse Wiesen, Gräben, Quellhorizonte, Ufer von verlandenden Moorseen, Dünen-, Zwischen- und Flachmoore. In den Alpen findet man es zerstreut bis über 2000 m Höhe. In den Allgäuer Alpen steigt es in Vorarlberg am Hochalpsee nahe dem Widderstein bis zu 1980 Metern Meereshöhe auf. Typisch sind Bestände in Schwingrasen. In diese nachgiebigen Decken aus Torfmoosen treibt es seine langen Ausläufer. Dadurch verankert es sich und verfestigt zugleich den Schwingrasen; sein dortiges Vorkommen garantiert jedoch nicht die Begehbarkeit des Schwingrasens

7. Mädesüss – Filipendula ulmaria

Das Mädesüß ist eine Gattung in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), die in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel vorkommt. Den Namen Filipendula von filum = Faden und pendulus = herabhängend hat die Gattung von den an Fäden hängenden Wurzelknollen des Knolligen Mädesüß (Filipendula vulgaris). Er wurde zunächst nur für diese Art verwandt und erst später auf die ganze Gattung ausgedehnt. Dieser Namen findet sich anscheinend erstmals in einer Rezeptsammlung des 12. Jahrhunderts aus Salerno von Nicolaus Praepositus.

Mädesüß-Arten finden sich in Europa und den gemäßigten Breiten Asiens bis nach Yunnan und in den Himalaya sowie im östlichen Nordamerika. Sie wachsen in Wäldern und auf offenen Standorten (Grasland), häufig mit feuchten Böden.

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