Reparierbarkeit: Rasenmäher im grünen Bereich bei Gardena

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Rasenmäher in Werkstatt
Im Zuge der Einführung des französischen Reparierfähigkeitsindex wurden die PowerMax-Rasenmäher und SILENO-Mähroboter von Gardena bewertet. Bild: Gardena.

Zum 1. Januar 2021 hat Frankreich einen verpflichtenden „Reparierbarkeitsindex“, den Indice de réparabilité, für eine Reihe von Produkten eingeführt. Hierzu zählen neben Elektronikgeräten wie etwa Smartphones und Computer auch Waschmaschinen und elektrische Rasenmäher.

Der Index soll Verbrauchern zeigen, wie einfach und günstig ein Gerät repariert werden kann. Hierzu wird für jedes Produkt ein Zahlenwert von null bis zehn ermittelt, der auch durch eine Farbskala von rot bis grün dargestellt wird. In die Berechnung fließt eine Vielzahl von Kriterien ein, wie beispielsweise der erforderliche Aufwand für eine Reparatur. Darüber hinaus werden auch die Verfügbarkeit und die Preise der Ersatzteile berücksichtigt. Dabei werden die Ersatzteilpreise ins Verhältnis zum Kaufpreis des gesamten Gerätes gesetzt. Der Indexwert wird von den Herstellern anhand des offiziellen Kriterienkatalogs selbst ermittelt. Falsche Angaben sollen ab dem kommenden Jahr bestraft werden können. Darüber hinaus müssen Verbraucher über die die Verfügbarkeit von Ersatzteilen informiert werden.

Den gesetzlichen Vorgaben für Frankreich folgend hat auch Gardena die Indexwerte zur Reparierfähigkeit erstmalig für seine Elektro- und Akku-Rasenmäher der PowerMax-Modellreihe sowie für die SILENO Mähroboter ermittelt. Diese liegen je nach Modell zwischen 6,5 und 8,4 auf einer Skala bis 10 – in jedem Fall aber im grünen Bereich. Verbesserungsmöglichkeiten gibt es derzeit vor allem noch bei der Information.

Nachhaltigkeit ist Differenzierungsmerkmal für Marken

„Das Ergebnis ist erfreulich, für uns aber keineswegs überraschend. Denn eine hohe Reparierfähigkeit unserer Produkte ist uns schon seit jeher wichtig. Wir halten zehntausende Ersatzteile zu fairen Preisen verfügbar – auch für Modelle, die längst nicht mehr im aktuellen Sortiment sind. Bestellt werden können diese direkt beim Hersteller unter gardena.com“, betont Thomas Sailer, verantwortlich für den weltweiten Kundendienst bei Gardena.

Mit der Initiative will Frankreich eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen. Auch wenn der Reparierbarkeitsindex keine europaweite Gültigkeit hat, so hat er doch Signalwirkung.

„Der französische Vorstoß ist aus unserer Sicht zu begrüßen, da er klare und nachvollziehbare Kriterien für eine Ausweitung der Kreislaufwirtschaft vorgibt, die sich in der Praxis umsetzen lassen und sowohl Verbrauchern als auch Herstellern eine bessere Orientierung geben“, stellt Hede Marie Hauser fest. Sie ist bei Gardena verantwortlich für das Nachhaltigkeitsprogramm „Sustainovate“. In der aktuellen Fortschreibung des Programms mit dem Zeithorizont bis 2025 sind unter anderem auch konkrete Ziele für die Ausweitung der Kreislaufwirtschaft definiert.

„Für Markenhersteller sind Innovation und Qualität längst nicht mehr die einzig entscheidenden Unterscheidungsmerkmale am Markt. Immer mehr rückt auch die Nachhaltigkeit der Produkte in den Fokus der Verbrauchererwartungen. Hier besteht Potenzial für die Differenzierung vom Wettbewerb. Darüber hinaus setzt sie den Anschaffungspreis in Relation zum gesamten Lebenszyklus des Produkts“, sagt Reinhard Pompe, der bei Gardena Produktmanagement und -entwicklung verantwortet.

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