Erhebliche bis sehr grosse Waldbrandgefahr – das BAFU mahnt zur Vorsicht

Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen und den nach wie vor geringen Niederschlägen herrscht in der gesamten Schweiz eine erhöhte Waldbrand-gefahr. 18 Kantone haben deshalb ein generelles Verbot für das Entfachen von Feuer im Wald oder in Waldesnähe erlassen. Feuer im Freien sind in den Kantonen Wallis, Tessin, Luzern, Nidwalden, Obwalden, Zug und Graubünden absolut oder teilweise verboten. Zudem wurden regionale Einschränkungen für das Abbrennen von Feuerwerken beschlossen. Das BAFU ruft die Bevölkerung dazu auf, bei Aktivitäten im Freien besondere Vorsicht walten zu lassen und die Anweisungen der lokalen Behörden strikt zu befolgen.

Gemäss den Vorhersagen des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz bleibt die Wetterlage in den kommenden Tagen weiterhin hochdruckbestimmt. Damit dauert das trockene und tagsüber heisse Wetter mit Temperaturen von 31 bis 35 Grad voraussichtlich die ganze Woche an. Einzig am Bundesfeiertag (Mittwoch) werden vermehrt Gewitter erwartet, welche aber kaum zu einer nennenswerten Entschärfung der Trockenheit beitragen werden. Unter den derzeitigen Bedingungen könnten sich Feuer sehr rasch ausbreiten.
Die ganze Schweiz betroffen

Die Waldbrandgefahr wird im Wallis und in mehreren Bündnern und St. Galler Regionen als «sehr gross» eingestuft. In der gesamten übrigen Schweiz herrscht grosse Waldbrand­gefahr, ausser im Berner Oberland sowie in den Kantonen Freiburg, Neuenburg, Waadt und Genf, wo die Waldbrandgefahr mehrheitlich erheblich ist.

Wenn Sie sich an die folgenden Regeln halten, können Sie mithelfen, Waldbrände zu vermeiden:

Sich über die lokale Gefahrensituation informieren.
Feuerverbote unbedingt einhalten.
Informationen aus Internet, Radio und Fernsehen sowie in Zeitungen beachten.
Brennende Zigaretten und Zündhölzer nie wegwerfen.
Feuerwerkskörper nur an Orten mit ausdrücklicher Bewilligung der Standortgemeinde abfeuern.

An Orten, an denen das Entfachen von Feuer erlaubt ist:

Bei starken und böigen Winden auf Feuer im Freien verzichten.
Beim Grillieren festeingerichtete Feuerstellen verwenden (ohne direkten Bodenkontakt).
Feuer laufend überwachen und allfälligen Funkenwurf sofort löschen.
Grill- und Feuerstellen und deren Umgebung nur verlassen, wenn sie absolut gelöscht sind.

Unter diesem Link kann man sich eingehend über den aktuellen Stand informieren:

Waldbrandgefahr-Meldungen des Bundesamts für Umwelt

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Mehr aus dieser Kategorie

Nüsslisalat: Ganzjähriger Vitaminchampion

Der schmackhaft nussige Salat ist reich an Vitamin C und enthält viele Nähr- und Mineralstoffe. Schweizer Nüsslisalat ist das ganze Jahr über frisch erhältlich.

Zeitliche Veränderungen im Laubfall haben Folgen für Flohkrebse

Aquatische Ökosysteme sind fragil. Aber wie fragil sie sind, zeigt eine neue Studie des Wasserforschungsinstituts Eawag und der Universität Zürich. Die Forschenden haben untersucht, wie sich die zeitliche Verschiebung des Laubfalls im Herbst durch den Klimawandel auf Flohkrebse auswirkt. Sie ernähren sich von den Blättern und beeinflussen als Basis der Nahrungspyramide wiederum das ganze Ökosystem.

Haskap-Beeren vom Oberzinggenhof

Fast wie kleine blaue Fläschchen sehen sie aus, die Haskap-Beeren. Sie sind auch bekannt unter den Namen Maibeere, Blaue Heckenkirsche oder Kamtschatka-Heckenkirsche. Der lateinische Name ist Lonicera. Seinen Ursprung hat der Strauch in Sibirien, auf Kamtschatka in Nordostasien und auf den Kurilen in Russland.Die Pflanzen gedeihen auch in unseren Breitengraden sehr gut. Wie auf dem Biohof Oberzinggen in Hellbühl im Kanton Luzern zu beobachten ist.

Ausbreitung des Japankäfers: Neuer Notfallplan tritt in Kraft

Der Japankäfer breitet sich in der Schweiz immer weiter aus. Die Käfer können vor allem in der Landwirtschaft grosse Schäden anrichten und ganze Ernten zerstören. Ein neuer Notfallplan des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) legt fest, wie betroffene Behörden reagieren müssen.