Champignons-Produzenten lancieren Vitamin-D-Pilz

Der Verband Schweizer Pilzproduzenten (VSP) lanciert unter dem Namen «Champidor» Champignons-Pilze, die reich an Vitamin D sind. Bereits 3 Champidor-Pilze decken den täglichen Bedarf an Vitamin D einer gesunden erwachsenen Person zwischen 20 und 60 Jahren.

«Champidor ist ein Beitrag des Verbands Schweizer Pilzproduzenten zur Behebung der Vitamin-D-Mangelversorgung», erklärt Fritz Burkhalter, Sekretär des Verbands Schweizer Pilzproduzenten. Vitamin-D-Mangel kommt laut der Eidgenössischen Ernährungskommission in allen Bevölkerungsgruppen häufig vor. Zu den Gründen gehören unter anderem eine beschränkte Sonnenexposition, limitierte Vitamin-D-Quellen in der Nahrung und eine schwache Sonneneinstrahlung von Spätherbst bis Frühlingsanfang.

Champidor-Pilze sind herkömmliche Champignons, die während einigen Sekunden unter eine spezielle Lampe gehalten werden, die Licht im UV-B-Bereich produziert. Die Pilze produzieren dadurch Vitamin D – ein natürlicher Vorgang, denn Pilze reichern mit Sonnenlicht automatisch Vitamin D an.

Champidor-Pilze gibt es ab sofort in 6er-Schalen in allen grösseren Coop-Filialen zu kaufen. Sie werden momentan von einem Mitglied des Verbands Schweizer Pilzproduzenten in Lizenz kultiviert. Der Einstieg weiterer VSP-Mitglieder zu einem späteren Zeitpunkt ist möglich. An der Champidor-Entwicklung mitbeteiligt war die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL). Das Schweizerische Vitamininstitut SVI kontrolliert den Vitamingehalt der Pilze.

QuelleLID

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Mehr aus dieser Kategorie

Nüsslisalat: Ganzjähriger Vitaminchampion

Der schmackhaft nussige Salat ist reich an Vitamin C und enthält viele Nähr- und Mineralstoffe. Schweizer Nüsslisalat ist das ganze Jahr über frisch erhältlich.

Zeitliche Veränderungen im Laubfall haben Folgen für Flohkrebse

Aquatische Ökosysteme sind fragil. Aber wie fragil sie sind, zeigt eine neue Studie des Wasserforschungsinstituts Eawag und der Universität Zürich. Die Forschenden haben untersucht, wie sich die zeitliche Verschiebung des Laubfalls im Herbst durch den Klimawandel auf Flohkrebse auswirkt. Sie ernähren sich von den Blättern und beeinflussen als Basis der Nahrungspyramide wiederum das ganze Ökosystem.

Haskap-Beeren vom Oberzinggenhof

Fast wie kleine blaue Fläschchen sehen sie aus, die Haskap-Beeren. Sie sind auch bekannt unter den Namen Maibeere, Blaue Heckenkirsche oder Kamtschatka-Heckenkirsche. Der lateinische Name ist Lonicera. Seinen Ursprung hat der Strauch in Sibirien, auf Kamtschatka in Nordostasien und auf den Kurilen in Russland.Die Pflanzen gedeihen auch in unseren Breitengraden sehr gut. Wie auf dem Biohof Oberzinggen in Hellbühl im Kanton Luzern zu beobachten ist.

Ausbreitung des Japankäfers: Neuer Notfallplan tritt in Kraft

Der Japankäfer breitet sich in der Schweiz immer weiter aus. Die Käfer können vor allem in der Landwirtschaft grosse Schäden anrichten und ganze Ernten zerstören. Ein neuer Notfallplan des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) legt fest, wie betroffene Behörden reagieren müssen.