Neue Neophyten

Der Einsatz bei der Bekämpfung invasiver und gebietsfremder Pflanzenarten (invasiver Neophyten) lohnt sich. Die Ausbreitung dieser Pflanzenarten konnte erfolgreich eingedämmt werden. In diesem Jahr sind zwei neue Arten aufgetaucht, bei denen Vorsicht geboten ist: das «Schmalblättrige Greiskraut» und das «Einjährige Berufkraut».

Das Schmalblättrige Greiskraut ist bei Verzehr für Mensch und Tier giftig. Ab Juli entstehen reife Samen, die im Herbst keimen. Es wächst entlang von Strassen und breitet sich von dort aus. Das Schmalblättrige Greiskraut muss vor der Blütezeit samt den Wurzeln ausgerissen werden. Das Einjährige Berufkraut hingegen ist nicht giftig. Es kann sich aber auf Weiden und Magerwiesen vermehren und die einheimische Flora verdrängen. Zur Bekämpfung müssen die Pflanzen vor der Blüte ausgerissen werden.

Alle Bürgerinnen und Bürger können einen grossen Beitrag zur Bekämpfung der invasiven Pflanzenarten leisten, indem sie neben den bekannten Arten auch das Einjährige Berufkraut und das Schmalblättrige Greiskraut entfernen. Ebenso sollten grössere Bestände den zuständigen Ämtern des jeweiligen Katons gemeldet werden.

Einjähriges Berufkraut
Einjähriges Berufkraut – ein neu auftretender Neophyt

Quelle und Link: Webseite Kanton Appenzell-Ausserrhoden

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Mehr aus dieser Kategorie

Nüsslisalat: Ganzjähriger Vitaminchampion

Der schmackhaft nussige Salat ist reich an Vitamin C und enthält viele Nähr- und Mineralstoffe. Schweizer Nüsslisalat ist das ganze Jahr über frisch erhältlich.

Zeitliche Veränderungen im Laubfall haben Folgen für Flohkrebse

Aquatische Ökosysteme sind fragil. Aber wie fragil sie sind, zeigt eine neue Studie des Wasserforschungsinstituts Eawag und der Universität Zürich. Die Forschenden haben untersucht, wie sich die zeitliche Verschiebung des Laubfalls im Herbst durch den Klimawandel auf Flohkrebse auswirkt. Sie ernähren sich von den Blättern und beeinflussen als Basis der Nahrungspyramide wiederum das ganze Ökosystem.

Haskap-Beeren vom Oberzinggenhof

Fast wie kleine blaue Fläschchen sehen sie aus, die Haskap-Beeren. Sie sind auch bekannt unter den Namen Maibeere, Blaue Heckenkirsche oder Kamtschatka-Heckenkirsche. Der lateinische Name ist Lonicera. Seinen Ursprung hat der Strauch in Sibirien, auf Kamtschatka in Nordostasien und auf den Kurilen in Russland.Die Pflanzen gedeihen auch in unseren Breitengraden sehr gut. Wie auf dem Biohof Oberzinggen in Hellbühl im Kanton Luzern zu beobachten ist.

Ausbreitung des Japankäfers: Neuer Notfallplan tritt in Kraft

Der Japankäfer breitet sich in der Schweiz immer weiter aus. Die Käfer können vor allem in der Landwirtschaft grosse Schäden anrichten und ganze Ernten zerstören. Ein neuer Notfallplan des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) legt fest, wie betroffene Behörden reagieren müssen.