Beeren-Ernte teils ins Wasser gefallen

Bis Ende September wurden laut dem Schweizer Obstverband (SOV) 7’350 Tonnen Erdbeeren geerntet. Das sind ungefähr gleich viele wie im Vorjahr (7’326 Tonnen). Das erstaunt, fiel doch die Haupternte regelrecht ins Wasser. Doch geringeren Mengen aus der Hauptsaison konnten durch leicht bessere Ernten in der Vor- und Nachsaison aus geschützten Kulturen kompensiert werden.

Der Aufwand für die Bäuerinnen und Bauern war aber gross. Als die Freiland-Erdbeeren Anfang Juni reif für die Ernte waren, erschwerten die Niederschläge die Ernte massiv. Der Sortieraufwand war laut SOV enorm. Ausserdem konnten die Beeren trotz grossem Sortieraufwand kaum gelagert werden.

Unterschiedlich präsentiert sich die Ernte-Bilanz bei den anderen Beeren. Die Himbeer-Ernte lag per Ende September mit 1’525 Tonnen um 8,5 Prozent über dem Rekordwert von 2014. Dies obwohl die Anbauflächen abgenommen haben. Leicht höher als im Vorjahr feil die Ernte mit 301 Tonnen bei den Johannisbeeren aus. Bei Brombeeren (383 Tonnen) und Cassis (15 Tonnen) blieb die Erntemenge stabil.

Mit 321 Tonnen wurden hingegen deutlich weniger Heidelbeeren geerntet als in den beiden Vorjahren. Auch bei den Stachelbeeren ging die Erntemenge leicht auf 41 Tonnen zurück.

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