Robuste Pflanzen haben kein Problem

Das schlechte Wetter machte im letzten Monat den Obstbauern zu schaffen. Die Frage, ob dies auch für den normalen Garten ein Problem ist, beantwortet uns «the lazy gardener» Remo Vetter. Er ist verantwortlich für den Schaugarten der A. Vogel AG in Teufen und erklärt unter anderem, wann er mit Säen und Pflanzen beginnt. Ein Interview der Appenzeller Zeitung.

Hat Ihr Garten durch das schlechte Wetter Schaden genommen?

Nein, ich setze im Garten auf eine robuste Haltung der Pflanzen. Das heisst, die mehrjährigen Pflanzen haben keine Probleme mit schlechtem Wetter. Der Wetterwechsel verursacht einen Wachstumsstopp bei den Pflanzen, sie wachsen aber anschliessend normal weiter. Ausserdem ist dieses Wetter ja nichts Aussergewöhnliches im Appenzellerland.

Die Eisheiligen sind vorbei. Haben Sie trotz des immer noch kühlen Wetters bereits begonnen, frostempfindliche Blumen zu pflanzen?

Nein, damit haben wir noch nicht angefangen, da es immer noch relativ kühl ist. Wir schauen aber jeden Tag den Langzeitwetterbericht. Demnach wird es nicht vor Mitte nächster Woche möglich sein, damit zu beginnen.

Was sind Ihre Hauptarbeiten in den nächsten zwei, drei Wochen?

Wenn sich der Boden aufgewärmt hat, werden wir mit Säen und Pflanzen beginnen. Der Boden muss ab diesem Zeitpunkt jeden Tag bearbeitet werden, um Unkraut zu vermeiden.

Wie bekämpfen Sie Blattläuse, beispielsweise an Rosen?

Wir siedeln ganz einfach Nützlinge an. In kleinen Tontöpfen, die mit Holzwolle gefüllt sind, hausen Ohrwürmer, welche die Läuse fressen. Zudem haben wir im Garten Fledermauskästen aufgestellt; die Fledermäuse helfen auch mit, Blattläuse zu bekämpfen.

Was ist mit Schnecken, gibt es da auch einen Trick?

Gegen die Schnecken gehen wir mit sogenannten «Igelhotels» vor. Wir bieten Igel mit Laubhaufen ein Zuhause, und sie fressen dann im Gegenzug die Eier der Schnecken auf.

Was lässt sich gegen Pilzbefall tun?

Pilze sind in einem Garten mit gesundem Boden kein Problem. Der Boden sollte nicht zu nass sein, dies fördert nämlich das Pilzwachstum. Das heisst, in unserer Region muss man bei diesem Wetter den Boden eigentlich nie giessen. (rz)

Quelle und Link: AppenzellerZeitung

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