Es muss nicht immer mit Zement sein

Grüne Fugen in Belägen

Weniger stark frequentierte Pflasterflächen halten eine interessante Option der Gestaltung bereit : die Begrünung der Fuge. So entsteht ein lebhafter, naturnaher Belag auf dem das Gehen auch zum Erlebnis werden kann. Eine kleine Hilfestellung und Beispiele zur richtigen Pflanzenauswahl finden Sie hier.

Beispiel begrünter Fugen im Garten

Die Anforderung an eine befestigte Fläche sind vielschichtig : sie soll griffig sein, trittsicher und leicht zu reinigen. Und frei von unerwünschter Vegetation. Auf stark frequentierten Wegen machen diese Kriterien sicher Sinn. Wandelt man allerdings auf Pfaden im Garten abseits der Vekehrswege ist es durchaus überlegenswert Mörtel oder Epoxidharz abzuschwören und die Steinzwischenräume zu begrünen.

Und auch wenn es nur ein kleiner Beitrag zur Ökobilanz ist. Auf Belägen mit begrünten Fugen fliesst das auftretende Oberflächenwaser nicht sofort ab. Es wird zurückgehalten und durch den Bewuchs praktisch vorgefiltert langsam dem Grundwasser rückgeführt. Angrenzende Pflanzflächen profitieren von einem Mikroklima das durch die teilweise Verdunstung des festgelegten Wassers feuchter ist als auf versiegelten Flächen.

Natürlich ist aus wegebaulicher Sicht ein Mindeststandard an technischem Aufbau einzuhalten und somit entstehen Bedingnungen die den normalen Ansprüchen der Pflanzen nicht gerecht werden. Es sind meist trockene, mineralreiche und verdichtete Untergründe. Somit ist klar das ein Bepflanzen der Fugen nur mit einer begrenzten Auswahl von Arten möglich ist. Spzeialisten, die mit diesen Vorgaben zurecht kommen.

Eine grüne Fuge lässt sich auf verschiedene Art und Weise erreichen :

  • Man überlasst der Natur die Begrünung und wartet auf eine Spontanbesiedelung.
  • Mit Benutzung der Fläche werden sich trittfeste Arten auf Dauer einstellen und sich je nach Standort sog. Trittgesellschaften entwickeln wie sie auch auf natürlichen Standorten vorkommen. Beispiele hierfür wären z.B. der Klee, der Wegerich, Rispengras und andere. Für den interessierten Gartenfreund sicher eine überlegenswerte Variante um Entstehung und den Wandel einer Pflanzengesellschaft zu beobachten.

  • Die Fugen werden mittels Aussaat begrünt.
  • Die Variante Aussaat erschliesst die Möglichkeit relativ preiswert und schnell grüne Fugen zu schaffen. Für diesen Zweck werden im Handel fertige Trittrasenmischungen für verschiedene Standortbedingungen angeboten. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um einen Mix von Gräsern, durchsetzt mit Kräutern und Blumen um die Attraktivät und Vielfalt zu erhöhen.

  • Die Zwischenräume werden mit Stauden bepflanzt.
  • Die aufwändigste Art wird wohl das Bepflanzen der Fugen sein. Und auch die teuerste. Aus diesem Grunde wird diese Methode nur auf kleineren Flächen zur Anwendung kommen. Allerdings kann man durchaus experimentieren und bei längeren Wegabschnitten bepflanzte Zonen mit Ansaatbereichen abwechseln.
    Bepflanzte Fugen versprechen einen schnellen Erfolg bei hohem ästhetischem Wert.

Eine Auswahl an Pflanzen für die Fugenbegrünung:

Name Botanischer Name Höhe
Stachelnüsschen Acaena buchananii 5 – 10 cm
Katzenpfötchen Antennaria dioica ‚Rotes Wunder‘ 5 – 15 cm
Zwerg-Glockenblume Campanula cochleariifolia ‚Bavaria Blue‘ 5 cm
Dal. Storchenschnabel Geranium dalmaticum 10 -20 cm
Kugelblume Globularia cordifolia 5 – 10 cm
Thymianblättrige Mauermiere Paronychia kapela ssp. serpyllifolia 3 – 5 cm
Milder Mauerpfeffer Sedum sexangulare 5 – 7 cm
Echter Quendel Thymus pulegioides 5 – 10 cm
Sternmoos Sagina subulata 5 cm

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Begrünung

Ein entscheidendes Kriterium welche Begrünungsmethode zur Anwendung kommt wird die Grösse der Fugen sein. Plant man einen Polygonalverband mit Natursteinplatten kann man mit variablen Fugenbreiten von 3 – 8 cm beste Ausgangsbedingungen für eine Gestaltung mit Stauden schaffen. Allerdings muss man bei der Beschaffung des Pflanzmaterials die Ballengrösse beachten. Stauden im 9cm Topfballen sind hierzu nicht geeignet bzw. muss die Ware wenn möglich geteilt werden. Ansonsten ist der Bezug der Pflanzen wenn möglich in Multitopfplatten anzuraten. Die kleinen Ballen bei dieser Anzuchtform lassen sich problemlos und ideal verwenden.
Ein mit Betonverbundsteinen befestigter Weg kann schon aus Gründen der Stabilität nicht eine beliebig grosse Fugenbreite aufweisen. Hier wird sich grösstenteils die Ansaatmethode empfehlen.

Eine kleine Auswahl an gelungenen Bespielen :

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