Feigen-Chutney mit Rosmarin – würzig, fruchtig und direkt aus dem Garten
Wenn im Spätsommer und Herbst die Feigen reif werden, ist oft mehr Ernte da, als man frisch essen kann. Ein Chutney ist eine schöne Möglichkeit, vollreife Früchte haltbar zu machen und gleichzeitig ganz anders zu verwenden als in Konfitüre oder Dessert.
Dieses Feigen-Chutney verbindet die natürliche Süsse der Früchte mit Zwiebeln, Essig, etwas Schärfe und frischem Rosmarin aus dem Garten. Es passt hervorragend zu Käse, Grilliertem, Wild, Geflügel oder einfach zu einem Stück kräftigem Brot.
Wann sind Feigen reif?
Feigen sollten möglichst vollreif geerntet werden, denn nach der Ernte reifen sie kaum noch nach. Reife Früchte werden weich, hängen oft leicht nach unten und lassen sich mit wenig Druck vom Zweig lösen. Je nach Sorte verändert sich auch die Farbe deutlich. Für Chutney dürfen die Früchte ruhig sehr reif sein; Druckstellen oder leicht aufgeplatzte Früchte sind kein Problem, solange sie noch frisch riechen und keine Fäulnis zeigen.
Zutaten für etwa 3 bis 4 Gläser
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800 g reife Feigen
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2 mittelgrosse rote Zwiebeln
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1 kleiner Apfel
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150 g brauner Zucker
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200 ml Apfelessig
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1 EL Olivenöl
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1 kleine Knoblauchzehe
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1 Zweig frischer Rosmarin
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1 TL Senfkörner
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½ TL frisch geriebener Ingwer
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½ TL Chiliflocken
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½ TL Salz
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etwas frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Optional kann zusätzlich eine kleine Prise Zimt oder Piment verwendet werden.
Zubereitung
Die Feigen waschen, den Stielansatz entfernen und die Früchte grob würfeln. Zwiebeln schälen und fein schneiden, den Apfel schälen, entkernen und ebenfalls klein würfeln. Die Knoblauchzehe fein hacken.
Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze einige Minuten langsam glasig dünsten. Knoblauch, Ingwer und Senfkörner dazugeben und kurz mitdünsten. Anschliessend Feigen und Apfel hinzufügen, den Zucker darüberstreuen und alles gut vermischen.
Mit dem Apfelessig ablöschen. Die Rosmarinnadeln fein hacken und zusammen mit Chili, Salz und etwas Pfeffer in den Topf geben. Das Chutney bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 35 bis 45 Minuten langsam einkochen lassen und dabei regelmässig umrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt. Am Ende sollte es dicklich sein, aber noch kleine Fruchtstücke enthalten.
Heiss in Gläser füllen
Saubere Einmachgläser mit heissem Wasser ausspülen oder anderweitig sterilisieren. Das noch heisse Chutney bis knapp unter den Rand einfüllen und die Gläser sofort verschliessen. Nach dem Abkühlen sollte das Chutney kühl und dunkel gelagert werden. Nach dem Öffnen gehört das Glas in den Kühlschrank und sollte innerhalb weniger Wochen aufgebraucht werden.
Noch besser nach ein paar Tagen
Direkt nach dem Kochen schmeckt das Chutney bereits gut, noch harmonischer wird es jedoch, wenn es einige Tage durchziehen kann. Dann verbinden sich Essig, Feige, Zwiebel, Rosmarin und Gewürze zu einem deutlich runderen Aroma. Gerade die Kombination aus Süsse, Säure und leichter Schärfe entwickelt sich mit etwas Ruhe besonders schön.
Wozu passt Feigen-Chutney?
Besonders gut harmoniert das Chutney mit Hart- und Weichkäse, Ziegenkäse, Wildgerichten, gegrilltem Fleisch und Geflügel. Auch auf Sandwiches, zu kräftigem Brot oder auf einer mediterranen Vorspeisenplatte macht es sich sehr gut. Eine besonders feine Kombination ist Feigen-Chutney zu gebackenem Camembert oder einem reifen Pecorino.
Tipp aus dem Garten
Wer eigene Feigen erntet, kann auch kleinere, sehr weiche oder optisch nicht ganz perfekte Früchte verwenden. Gerade solche Exemplare eignen sich hervorragend zum Einkochen und müssen nicht aussortiert werden. Der Rosmarin sollte möglichst frisch geschnitten und sparsam eingesetzt werden, denn sein Aroma ist kräftig und kann die feine Fruchtnote der Feigen schnell überdecken.
Fazit
Feigen-Chutney ist eine einfache und aromatische Möglichkeit, einen Teil der eigenen Feigenernte haltbar zu machen. Die Kombination aus süssen Früchten, Säure, leichter Schärfe und Rosmarin macht das Chutney vielseitig und interessant. Und vielleicht ist genau das das Schönste daran: Ein Glas davon bringt auch Wochen später noch ein Stück Spätsommer aus dem eigenen Garten auf den Tisch.
| Nährwert | ca. pro 100 g |
|---|---|
| Energie | 140 kcal / 585 kJ |
| Fett | 1,6 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | 0,2 g |
| Kohlenhydrate | 31 g |
| davon Zucker | 27 g |
| Eiweiss | 0,9 g |
| Ballaststoffe | 2,8 g |
| Salz | 0,3 g |
Nährwertangaben sind berechnete Durchschnittswerte und können je nach verwendeten Zutaten und Einkochdauer abweichen.
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