Knusprige Lauch-Kartoffel-Tätschli mit Kräuterquark

Aussen goldbraun und knusprig, innen saftig und würzig: Lauch-Kartoffel-Tätschli sind eine einfache, aber ausgesprochen schmackhafte Möglichkeit, saisonales Gemüse auf den Tisch zu bringen. Dazu passt ein frischer Kräuterquark, der dem herzhaften Gericht eine angenehm leichte Note verleiht.

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Knusprige Lauch-Kartoffel-Tätschli mit Kräuterquark
Goldbraun gebratene Lauch-Kartoffel-Tätschli mit frischem Kräuterquark – ein herzhaftes Gericht für die kühle Jahreszeit.
Vorbereitungs.. 25 Min
Kochzeit 20 Min
Menge 4 Portionen
Schwierigkeitsgrad Einfach

Lauch gehört zu den Gemüsesorten, die auch in der kühleren Jahreszeit frisch aus dem Garten geerntet werden können. Besonders Winterlauch verträgt niedrige Temperaturen gut und bereichert die Küche, wenn viele andere Gemüsearten längst abgeerntet sind. Zusammen mit Kartoffeln lässt er sich zu kleinen, knusprigen Tätschli verarbeiten, die sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage schmecken.

Das Besondere an diesem Rezept ist die Kombination aus mildem Lauch, geriebenen Kartoffeln und frischen Kräutern. Die Tätschli werden in der Pfanne gebraten und erhalten dadurch eine appetitliche Kruste. Der Kräuterquark sorgt für einen frischen Kontrast und lässt sich je nach Jahreszeit mit unterschiedlichen Gartenkräutern zubereiten.

Zutaten für 4 Personen

Für die Lauch-Kartoffel-Tätschli

  • 600 g festkochende Kartoffeln

  • 300 g Lauch

  • 1 kleine Zwiebel

  • 2 Eier

  • 3 EL Mehl

  • 2 EL Rapsöl zum Anbraten, bei Bedarf etwas mehr

  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

  • 1 Prise Muskatnuss

Für den Kräuterquark

  • 250 g Quark

  • 100 g Naturejoghurt

  • 2 EL fein gehackte Petersilie

  • 1 EL fein geschnittener Schnittlauch

  • 1 TL Zitronensaft

  • Salz und Pfeffer

Zubereitungszeit: etwa 25 Minuten

Bratzeit: etwa 20 Minuten

Schwierigkeit: Einfach

Zubereitung

1. Lauch vorbereiten

Den Lauch längs halbieren und gründlich unter fliessendem Wasser waschen. Besonders zwischen den einzelnen Blattschichten können sich Erde und Sand ansammeln. Anschliessend den Lauch in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und ebenfalls fein hacken.

In einer Pfanne wenig Öl erhitzen und Lauch und Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa fünf Minuten dünsten, bis sie weich sind. Dabei gelegentlich umrühren. Die Mischung etwas abkühlen lassen.

2. Kartoffeln reiben

Die Kartoffeln schälen und auf einer groben Raffel reiben. Anschliessend in ein sauberes Küchentuch geben und möglichst gut ausdrücken. Dadurch wird überschüssige Flüssigkeit entfernt, sodass die Tätschli beim Braten besser zusammenhalten und eine knusprige Oberfläche entwickeln.

Die ausgedrückten Kartoffeln in eine grosse Schüssel geben. Lauch und Zwiebel hinzufügen und alles miteinander vermischen.

3. Tätschli-Masse herstellen

Die Eier und das Mehl zur Kartoffel-Lauch-Mischung geben. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss würzen und gründlich vermengen. Es sollte eine gut formbare Masse entstehen, die weder zu trocken noch zu flüssig ist.

Falls die Kartoffeln noch viel Feuchtigkeit abgeben, kann etwas zusätzliches Mehl helfen. Die Masse sollte anschliessend möglichst rasch verarbeitet werden.

4. Tätschli goldbraun braten

In einer grossen beschichteten Pfanne etwas Rapsöl erhitzen. Pro Tätschli etwa zwei Esslöffel der Masse hineingeben und mit einem Löffel zu flachen Küchlein von ungefähr einem Zentimeter Dicke formen.

Bei mittlerer Hitze auf jeder Seite etwa vier bis fünf Minuten braten, bis die Tätschli goldbraun und durchgegart sind. Nicht zu früh wenden, damit sich eine stabile Kruste bilden kann. Fertige Tätschli können im Backofen bei etwa 80 °C warm gehalten werden, während die restliche Masse verarbeitet wird.

5. Kräuterquark zubereiten

Quark und Naturejoghurt in einer Schüssel glatt rühren. Petersilie und Schnittlauch fein schneiden und unterheben. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Wer es etwas würziger mag, kann zusätzlich eine kleine Menge fein geriebene Zitronenschale oder etwas Knoblauch hinzufügen. Der Kräuterquark schmeckt besonders gut, wenn er vor dem Servieren einige Minuten durchziehen kann.

6. Anrichten

Die frisch gebratenen Lauch-Kartoffel-Tätschli auf Tellern anrichten und mit dem Kräuterquark servieren. Dazu passt ein knackiger Blattsalat, beispielsweise aus Nüsslisalat oder fein geschnittenem Endiviensalat.

Welcher Lauch eignet sich am besten?

Für dieses Rezept können sowohl Sommer- als auch Winterlauch verwendet werden. Winterlauch besitzt häufig kräftigere, dunkelgrüne Blätter und einen etwas ausgeprägteren Geschmack. Die weissen und hellgrünen Schaftabschnitte eignen sich besonders gut für die Tätschli.

Die dunkelgrünen Blattteile müssen nicht grundsätzlich weggeworfen werden. Solange sie gesund und nicht zu hart sind, können sie fein geschnitten mitverwendet werden. Gröbere Blätter eignen sich auch für Suppen oder Gemüsebouillon.

So werden die Tätschli besonders knusprig

Entscheidend ist, dass die geriebenen Kartoffeln möglichst wenig überschüssige Flüssigkeit enthalten. Werden sie nicht ausreichend ausgedrückt, bleibt die Masse weich und lässt sich schwieriger braten. Ebenso wichtig ist eine ausreichend heisse Pfanne, ohne dass das Öl zu stark erhitzt wird.

Die Tätschli sollten nicht zu dick geformt werden. So können sie gleichmässig durchgaren und entwickeln auf beiden Seiten eine schöne Kruste. Wer grössere Mengen zubereitet, brät sie am besten portionsweise, damit die Pfanne nicht zu stark abkühlt.

Tipp aus der Gartenküche

Lauch lässt sich im Gemüsegarten häufig bis weit in den Winter hinein ernten. Bei gefrorenem Boden kann die Ernte allerdings schwierig werden. Wer rechtzeitig einige Stangen erntet und kühl lagert, hat auch bei anhaltendem Frost frisches Gemüse für die Küche zur Verfügung.

Die Tätschli schmecken frisch aus der Pfanne am besten. Übrig gebliebene Exemplare lassen sich im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag im Backofen oder in der Pfanne wieder aufwärmen.

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