PUDU TOMO S: Neuer Mähroboter schärft seine Messer selbst

Mähroboter nehmen Gartenbesitzern viel Arbeit ab, doch die regelmässige Kontrolle und der Austausch der Schneidmesser bleiben bislang notwendig. Der Robotikhersteller Pudu Robotics will das ändern: Seine neue TOMO-S-Serie schärft die Messer automatisch an der Ladestation. Vorgestellt wurde die Geräteserie am 3. November 2026 in Amsterdam. Der Verkaufsstart ist für das Frühjahr 2027 geplant.

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PUDU TOMO S: Neuer Mähroboter schärft seine Messer selbst
Der neue PUDU TOMO S schärft seine Messer automatisch. Drei Mähroboter für bis zu 5'000 m² sollen im Frühjahr 2027 erscheinen. Foto: Pudu

Pudu Robotics ist bisher vor allem für gewerbliche Serviceroboter bekannt, die beispielsweise in Hotels, Restaurants und anderen Betrieben eingesetzt werden. Mit der TOMO-S-Serie steigt das Unternehmen nun in den Markt für private Rasenpflege ein. Dabei setzt der Hersteller nicht nur auf eine moderne Navigation ohne Begrenzungskabel, sondern vor allem auf eine neue Lösung für die Messerwartung.

Die drei angekündigten Modelle richten sich an Gartenbesitzer mit grösseren Rasenflächen. Sie sollen Flächen von 1'500 bis 5'000 Quadratmetern bearbeiten können und mehrere technische Funktionen miteinander kombinieren, die bislang nicht selbstverständlich sind.

Automatisches Schärfen direkt an der Ladestation

Die wichtigste Neuerung trägt den Namen SharpLoop. Anders als bei vielen herkömmlichen Mährobotern mit kleinen, austauschbaren Klingen verwendet Pudu rotierende Schneidmesser, die bei Bedarf automatisch nachgeschärft werden.

Dazu kehrt der Mähroboter in seine Ladestation zurück, wo ein integriertes Schärfsystem die Messer bearbeitet. Anschliessend kann das Gerät den Mähbetrieb wieder aufnehmen. Laut Hersteller soll dieses Verfahren den regelmässigen Messerwechsel reduzieren und eine gleichbleibende Schnittqualität ermöglichen.

Ob sich der Wartungsaufwand tatsächlich so deutlich verringert, wie Pudu verspricht, werden erst unabhängige Langzeittests zeigen. Insbesondere die Haltbarkeit der Messer und des Schärfsystems dürfte für Gartenbesitzer interessant sein.

In diesem kurzen Video des Herstellers wird die automatische Funktion des Messerschleifens sehr anschaulich und verständlich dargestellt

Auch höheres und feuchtes Gras im Blick

Eine weitere Besonderheit ist das sogenannte Lift-Cut-Discharge-System. Zwei leistungsstarke Messermotoren treiben die Schneidmesser mit bis zu 6'000 Umdrehungen pro Minute an. Die Messer sollen flach liegende Grashalme aufrichten, bevor sie geschnitten werden.

Das Schnittgut wird über einen eigenen Auswurfkanal nach hinten abgeführt. Dadurch möchte der Hersteller verhindern, dass sich feuchtes oder dichtes Gras unter dem Mähwerk ansammelt und zu Verstopfungen führt.

Diese Konstruktion unterscheidet sich von vielen klassischen Mährobotern, die den Rasen besonders häufig schneiden und nur kleine Mengen Schnittgut zurücklassen. Wie gut das neue System bei längeren Mähpausen oder nach Regen funktioniert, bleibt abzuwarten.

Navigation ohne Begrenzungskabel

Für die Orientierung kombiniert die TOMO-S-Serie mehrere Technologien. Dazu gehören ein 360-Grad-LiDAR-Sensor, Kameras mit KI-gestützter Bilderkennung und satellitengestützte Positionierung über Netzwerk-RTK.

Das System soll Rasengrenzen und Hindernisse selbstständig erkennen. Eine automatische Kartierungsfunktion ist vorgesehen, sodass Gartenbesitzer ihre Rasenflächen nicht mehr mit einem Begrenzungsdraht einfassen müssen.

Pudu legt ausserdem Wert auf das Mähen entlang von Mauern, Wegen und anderen Rasengrenzen. Ein seitlich angeordnetes Mähwerk und zusätzliche Sensoren sollen den ungemähten Randstreifen möglichst klein halten. Gerade diese Funktion dürfte für Gartenbesitzer interessant sein, die bisher regelmässig mit dem Rasentrimmer nacharbeiten müssen.

Drei Modelle für grössere Rasenflächen

Zum Verkaufsstart sind drei Ausführungen angekündigt:

Modell Vorgesehene Rasenfläche
TOMO S115 bis 1'500 m²
TOMO S130 bis 3'000 m²
TOMO S150 bis 5'000 m²

Die neue Serie soll ausserdem Steigungen von bis zu 45 Grad bewältigen können. Damit richtet sich Pudu auch an Besitzer grösserer Grundstücke mit anspruchsvollerem Gelände.

Die angegebenen Flächenleistungen und Steigfähigkeiten sind Herstellerangaben. Wie sich die Geräte unter realen Gartenbedingungen verhalten, muss sich nach der Markteinführung zeigen.

Markteinführung im Frühjahr 2027

Pudu plant den Verkaufsstart für das Frühjahr 2027. Konkrete Verkaufspreise und Angaben zur Verfügbarkeit in der Schweiz wurden bisher nicht veröffentlicht.

Mit dem selbstschärfenden Messersystem bringt der Hersteller jedenfalls eine interessante technische Neuerung in den Mährobotermarkt. Sollte sich die Technik im Alltag bewähren, könnte sie einen der regelmässig anfallenden Wartungsschritte deutlich vereinfachen. Ob die TOMO-S-Serie darüber hinaus bei Schnittqualität, Zuverlässigkeit und Navigation überzeugt, werden die ersten Praxistests zeigen.

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