Japans schönste Gärten – fünf Meisterwerke der Gartenkunst
Japanische Gärten gehören zu den faszinierendsten Gartenanlagen der Welt. Ihre Gestaltung folgt einer jahrhundertealten Tradition, in der Steine, Wasser, Pflanzen und Landschaft zu sorgfältig komponierten Bildern verschmelzen. Wir stellen fünf aussergewöhnliche Gärten vor, die zeigen, wie vielfältig und eindrucksvoll japanische Gartenkunst sein kann.
Wer einen japanischen Garten besucht, entdeckt eine Welt, in der kaum etwas dem Zufall überlassen wird. Ein einzelner Stein kann einen Berg symbolisieren, eine geharkte Kiesfläche das Meer und eine kunstvoll geformte Kiefer eine ganze Landschaft verkörpern. Anders als in vielen europäischen Gartenanlagen steht dabei nicht die möglichst üppige Blütenpracht im Vordergrund, sondern das harmonische Zusammenspiel weniger, bewusst ausgewählter Elemente.
Die japanische Gartenkunst entwickelte sich über viele Jahrhunderte unter unterschiedlichen kulturellen und religiösen Einflüssen. Neben grosszügigen Landschaftsgärten entstanden stille Tempelgärten, streng komponierte Steingärten und Anlagen, die eigens für die Betrachtung von einem bestimmten Standort aus geschaffen wurden. Besonders charakteristisch ist der Umgang mit den Jahreszeiten: Kirschblüten im Frühling, sattgrüne Moose im Sommer, leuchtende Ahornblätter im Herbst und schneebedeckte Kiefern im Winter verleihen denselben Gärten immer wieder ein anderes Gesicht.
1. Kenroku-en – der Garten der sechs Vorzüge
Kanazawa, Präfektur Ishikawa
Der Kenroku-en zählt zu den drei berühmtesten Landschaftsgärten Japans. Seine Geschichte reicht bis in die Edo-Zeit zurück, als die mächtige Familie Maeda neben der Burg von Kanazawa einen repräsentativen Garten anlegen liess. Über mehrere Generationen wurde die Anlage erweitert und verändert, bis sie ihre heutige Gestalt erhielt. Seit 1874 ist der Garten öffentlich zugänglich.
Der Name Kenroku-en bedeutet sinngemäss «Garten der sechs Vorzüge». Gemeint sind Weitläufigkeit, Abgeschiedenheit, kunstvolle Gestaltung, ehrwürdiges Alter, Wasserreichtum und schöne Aussichten. Eigenschaften, die sich eigentlich nur schwer miteinander vereinen lassen, sollen hier zu einer harmonischen Einheit verschmelzen.
Auf rund 11,4 Hektaren wechseln sich weitläufige Wasserflächen, geschwungene Wege, Brücken, Teehäuser und alte Gehölze ab. Besonders bekannt ist der Kasumigaike-Teich mit seiner zweibeinigen Steinlaterne Kotoji-tōrō. Sie gehört zu den meistfotografierten Motiven japanischer Gartenkunst.
Eine Besonderheit zeigt sich im Winter. Um die weit ausladenden Äste alter Kiefern vor schwerem Schnee zu schützen, werden sie mit Seilen an hohen Stangen befestigt. Diese traditionelle Technik nennt sich Yukitsuri. Die kegelförmigen Seilkonstruktionen sind nicht nur funktional, sondern verleihen dem Garten eine unverwechselbare winterliche Erscheinung.
Für Gartenliebhaber ist Kenroku-en besonders interessant, weil hier die langfristige Pflege von Gehölzen sichtbar wird. Die charakteristischen Baumformen entstehen nicht innerhalb weniger Jahre, sondern durch jahrzehntelanges Beobachten, Lenken und Schneiden. Dabei werden die natürlichen Wuchsformen nicht einfach unterdrückt, sondern gestalterisch weiterentwickelt.
Besonders sehenswert: Zur Kirschblüte im Frühling, während der Herbstfärbung und im Winter mit den Yukitsuri-Konstruktionen.
2. Kenroku-en – der Garten der sechs Vorzüge
Kanazawa, Präfektur Ishikawa
Der Kenroku-en zählt zu den drei berühmtesten Landschaftsgärten Japans. Seine Geschichte reicht bis in die Edo-Zeit zurück, als die mächtige Familie Maeda neben der Burg von Kanazawa einen repräsentativen Garten anlegen liess. Über mehrere Generationen wurde die Anlage erweitert und verändert, bis sie ihre heutige Gestalt erhielt. Seit 1874 ist der Garten öffentlich zugänglich.
Der Name Kenroku-en bedeutet sinngemäss «Garten der sechs Vorzüge». Gemeint sind Weitläufigkeit, Abgeschiedenheit, kunstvolle Gestaltung, ehrwürdiges Alter, Wasserreichtum und schöne Aussichten. Eigenschaften, die sich eigentlich nur schwer miteinander vereinen lassen, sollen hier zu einer harmonischen Einheit verschmelzen.
Auf rund 11,4 Hektaren wechseln sich weitläufige Wasserflächen, geschwungene Wege, Brücken, Teehäuser und alte Gehölze ab. Besonders bekannt ist der Kasumigaike-Teich mit seiner zweibeinigen Steinlaterne Kotoji-tōrō. Sie gehört zu den meistfotografierten Motiven japanischer Gartenkunst.
Eine Besonderheit zeigt sich im Winter. Um die weit ausladenden Äste alter Kiefern vor schwerem Schnee zu schützen, werden sie mit Seilen an hohen Stangen befestigt. Diese traditionelle Technik nennt sich Yukitsuri. Die kegelförmigen Seilkonstruktionen sind nicht nur funktional, sondern verleihen dem Garten eine unverwechselbare winterliche Erscheinung.
Für Gartenliebhaber ist Kenroku-en besonders interessant, weil hier die langfristige Pflege von Gehölzen sichtbar wird. Die charakteristischen Baumformen entstehen nicht innerhalb weniger Jahre, sondern durch jahrzehntelanges Beobachten, Lenken und Schneiden. Dabei werden die natürlichen Wuchsformen nicht einfach unterdrückt, sondern gestalterisch weiterentwickelt.
Besonders sehenswert: Zur Kirschblüte im Frühling, während der Herbstfärbung und im Winter mit den Yukitsuri-Konstruktionen.
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